JÜDISCHER FRIEDHOF
141 Grabsteine zeugen von der kleinen jüdischen Gemeinde in Steyr. 1874 wurde der Friedhof feierlich eröffnet. 1945 sollte der Friedhof zerstört werden, doch das Kriegsende verhinderte es. Denkmale erinnern an die 100 Opfer des Todesmarsches ungarischer Juden 1945 und an 85 Steyrer Opfer des Holocaust. Darunter sind auch die Eltern und Geschwister des Malermeisters Friedrich Uprimny zu finden. Das letzte Begräbnis fand 1992 statt.
Öffnungszeiten: 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Führungen: 14.15 und 15.15 Uhr – Mag. Karl Ramsmaier – Mauthausen Komitee Steyr
Dauer der Führung: ca. 45 Min.
Männliche Besucher werden nach jüdischem Brauch ersucht eine Kopfbedeckung zu tragen.
Ort: 4400 Steyr – Taborweg 4
„STOLLEN DER ERINNERUNG“
Eingebettet in einen ehemaligen Luftschutzbunker thematisiert der STOLLEN DER ERINNERUNG die Geschichte Steyrs zur Zeit des Nationalsozialismus. Der Weg durch die Ausstellung beginnt bei den Krisen der 1930er-Jahre, dem „Anschluss“ 1938 und dem Ausbau der Steyr-Daimler-Puch AG zu einem der größten Rüstungsproduzenten. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte des KZ Steyr-Münichholz und das Schicksal von tausenden Zwangsarbeiter/innen. Berichte geben Einblicke in deren Alltag, der durch das rassistisch geprägte Verhältnis mit der Bevölkerung definiert war. Prominent erörtert werden zudem der Widerstand und der Umgang mit der NS-Vergangenheit.
Öffnungszeiten: 14.00 bis 17.00 Uhr
Hinweise: Temperatur im Stollen: 8°–12° C – warme Kleidung wird empfohlen
Besuch ab 14 Jahren
Ort: 4400 Steyr – Zwischenbrücken/Eingang

